Politiker werden nicht nur für ihre inhaltlichen Positionen gewählt, sondern die Wählerinnen und Wähler haben auch das Recht, etwas über den Menschen zu erfahren, der sich um ein Mandat bewirbt. Ich hoffe, der folgende Fragebogen hilft Ihnen ein wenig, sich ein Bild von mir zu machen. Viel Vergnügen beim Lesen!
Politiker sind ja im Allgemeinen nicht besonders beliebt. Warum wollen auch Sie unbedingt zu dieser ungeliebten "Kaste" gehören?
Ich möchte eben gerade nicht, dass Politik von einer "Kaste" gemacht wird. Viel mehr "normale Bürger" wie Sie und ich sollten eine Zeitlang Politiker sein und dann auch wieder in ihr "normales" Leben zurückkehren.
Und was drängt Sie dann, sich politisch zu engagieren?
Ich interessiere mich für das, was an meinem Wohnort geschieht. Ich möchte nicht, dass immer andere über mich bestimmen. Jede und jeder kann sich einbringen. Wenn das jeder ein bißchen täte, könnten wir auf die ungeliebten Berufspolitiker verzichten.
Und warum die FDP?
Jeder von uns hat seine Sicht auf die Dinge. Ich bin jemand, der Freiheit besonders wichtig ist. Ich möchte nicht, daß mir vorgeschrieben wird, wie ich leben soll, auch wenn dies angeblich zu meinem Besten geschieht. Dafür bin ich gerne bereit, für mich und mein Leben Verantwortung zu übernehmen.
Was ist momentan Ihre Herzensangelegenheit in der Regensburger Kommunalpolitik?
Momentan ist in aller Munde, dass gerade den Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden soll. Das finde ich ganz richtig. Ich glaube aber, dass es nicht reicht, sich nur um Kinderbetreuung zu kümmern, auch wenn das natürlich sehr wichtig ist. Wir brauchen gerade in Regensburg auch eine Verkehrsinfrastruktur, die es Familien erlaubt, sinnvoll von A nach B zu kommen. Es reicht nicht, wenn wir zwar Kindergärten und Ganztagsschulen haben, aber von den Müttern und Vätern verlangt wird, daß sie das eine Kind mit dem Bus eine Dreiviertelstunde auf Umwegen durch die Stadt fahren lassen, weil Brücken nicht befahrbar sind und der Bus vor lauter Verkehrsberuhigung weite Umwege fahren muss. Und das andere Kind soll Mama dann im November im morgendlichen Berufsverkehr mit dem Fahrrad in den Kindergarten bringen. Stellen Sie sich mal vor, wie die Eltern nach diesem Streß bei ihrer Arbeit ankommen...
Jetzt mal Politik beiseite: Was macht Gabriele Opitz, wenn sie nicht gerade in Sachen FDP unterwegs ist?
Vor allem bin ich ja voll berufstätig. Ich bin Zahnärztin in einer Einzelpraxis in Maxhütte-Haidhof. Mir wird also sicher auch ohne Politik nicht langweilig. Ich finde aber, dass gerade Berufstätige sich politisch engagieren sollten, auch wenn das manchmal ein Kraftakt ist. Denn schließlich sind wir diejenigen, die Kontakt zum normalen Leben haben und auch Kontakt zu vielen Bürgern. Und vor allem sind wir diejenigen, die mit ihren Steuern dazu beitragen, dass der Laden läuft. Dann möchte man doch wenigstens mitbestimmen, was mit dem Geld gemacht wird.
Aber Sie werden doch auch noch Freizeit haben?!
Ich arbeite sehr gern und Politik ist schon eine Art Hobby von mir. Aber natürlich, es gibt nicht nur Karies und FDP in meinem Leben. Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio, um es mir weiterhin erlauben zu können, bei Torte oder einem Glas Wein unsere schöne Altstadt zu genießen. Gott sei Dank kann ich diese von meinem Zuhause im Inneren Westen auch problemlos auf hohen Schuhen erreichen.